Sowjetisches Ehrenmal im Tiergarten

Am 11.01.11 ging es vom Flughafen-Tegel mit dem Leihwagen in die Berliner City.
Erster Anlaufpunkt war das Brandenburger Tor und westlich davor das "Sowjetische Ehrenmal".
Dies war das erste im Berliner Zentrum, welches an die ca. 80.000 gefallenen Sowjetsoldaten erinnern soll,
die bei der "Schlacht um Berlin" ihr Leben ließen. Die Einweihung fand am 11.11.1945 statt.
Unbelegten Angaben zufolge soll es aus Marmor und Granit aus den Gesteinstrümmern der Reichskanzlei der
Wilhelmstrasse gebaut worden sein.
Es liegt direkt an der Strasse des 17. Juni und besteht aus einer großen, mittigen Säule, auf der
ein Rotarmist mit umgehängten Gewehr, welches das Ende des Krieges symbolisieren soll, steht.
Die linke Hand ist über die gefallenen Kampfgefährten, welche am Fuße des Denkmals ruhen, ausgestreckt.
Das Denkmal ruht auf 6 weiteren Säulen. Darauf sind hinten und vorne Symbole der verschiedenen Waffen-
gattungen mit den jeweiligen Namen von hohenn gefallenen Offizieren.
Links und rechts der Hauptsäule sind zwei Sarkophage mit den Namen von Offizieren, welche zwischen
14.04 und 01.05.1945 gefallen sind und danach zu "Helden der Sowjetunion" ernannt wurden.
Vor dem Denkmal stehen zwei alte T34, welche angeblich als erste Panzer die Vororte Berlins erreicht
haben sollen. Zwei weitere Geschütze im vorderen Bereich sollen mit ihren Salven das Ende der
"Schlacht um Berlin" verkündet haben.
Hinter dem Ehrenmal sind über 2500 Sowjetsoldaten begraben. Allerdings auf dem gesamten Feld, ohne
Namen oder Gedenksteine.
Das Ehrenmal lag in der Zeit des kalten Krieges wie eine Art Enklave im britischen Sektor von
West-Berlin und wurde bis zum Truppenabzug 1994 durch eine Ehrenwache aus Sowjetarmee bzw. Russischen
Armee "bewacht".
Die Bundesrepublik hat sich verpflichtet, dieses und auch alle anderen sowjetischen Kriegsstätten
zu erhalten.

Bilder vom Ehrenmal
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