Gedenkstein für 3 französische
Soldaten, am 06.12.1973
bei Ludwigshafen abgestürzt
Vielen Dank an Andeas Eppler für die Infos und Bilder

Gedenkstein oberhalb des Hofgutes Laubegg
der Absturzstelle des franz. Hubschraubers

LT. DELBECQUE J
Adj. PITITEAU P
Adj. FIZAINE JP
MORTS EN SERVICE AERIEN
LE 6.12.1973

Gedenkfeier am 06.12.2012

Geschichte des Absturzes aus dem Südkurier
vom 07.12.2012:

Dichter Nebel wurde einer dreiköpfigen Hubschrauberbesatzung vor
39 Jahren zum Verhängnis. Der französische Militärhubschrauber
prallte in einen Hang bei Ludwigshafen, weil der Pilot die
Orientierung verloren hatte. Ehemalige Kameraden gedachten
jetzt des Absturzes.
Zur Stunde des Unglücks stand gestern Vormittag etwa ein
Dutzend Deutsche und Franzosen im tief verschneiten Winterwald
oberhalb des Hofguts Laubegg. Genau an der Stelle, wo vor
39 Jahren ein französischer Militärhubschrauber verunglückte.
In einer schlichten Zeremonie gedachte man der dreiköpfigen
Besatzung des Helikopters, die beim Absturz ums Leben kam.
Der Anlass des Treffens war nicht nur der Jahrestag sondern
auch der Umstand, dass zwischen der französischen Flieger-
kameradschaft und der Spitalverwaltung Überlingen als Grundstück-
besitzer eine Übereinkunft abgeschlossen wurde, wonach die
Absturzstelle auch künftig ein Ort des Gedenkens bleiben kann.
"Es ehrt Sie", sprach Gemeinderat Karl Pfundner als Vertreter
der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen, auf deren Gemarkung der
Unfallort liegt, gestern die französischen Gäste an, "dass
Sie diese Gedenkstätte für alle Zeit in Erinnerung bewahren".
Unter den Teilnehmern am Gedenken waren ehemalige Hubschrauber-
piloten, unter ihnen auch ein französischer Soldat, der an
der Bergung der drei Toten beteiligt war. Karl Rudigier, der
damals beim Staatlichen Forstamt in Stockach tätig war,
schilderte von deutscher Seite, wie es seinerzeit am Unfallort
aussah. Er war bei einer Probe der Jagdhornbläser im
Orsinger "Hecht", als ihn die Nachricht vom Absturz erreichte.
Alle Forstleute, Jäger und Waldarbeiter waren aufgerufen,
sich zusammen mit Polizei und französischen Soldaten an der
Suche nach dem abgestürzten Hubschrauber zu beteiligen.
Am Blumhof sei man angetreten, erinnert er sich, dann sei
man "in einer breiten Linie" durch den nachtdunklen Winterwald
gezogen. Um Mitternacht ertönte das vereinbarte Signal,
dass der Hubschrauber gefunden sei.