Kriegsgräberstätte Gemünden am Main

Gemünden/Unterfranken

8 Opfer des Ersten Weltkrieges
1190 Opfer des Zweiten Weltkrieges, davon:
  • 1075 Soldaten

  • 123 Zivilpersonen (48 Männer, 49 Frauen, 26 Kinder)

  • das älteste Opfer: eine 90 jährige Frau

  • das jüngste Opfer: ein 5 Monate altes Kind

  • außerdem:
  • 11 Belgier, 6 Sowjetrussen, 5 Franzosen, 3 Jugoslawen, 2 Holländer, 2 Polen, 2 Rumänen, 1 Grieche

  • 91 unbekannt gebliebene
  • Die Kriegsgräberstätte liegt an der Strasse zwischen Gemünden und Rieneck auf dem Höhenzug "Einmal"
    hoch über dem Maintal. Die friedliche Stille inmitten des alten Kiefernbestandes erinnert nicht
    mehr daran, dass hier kurz vor Kriegsende noch erbitterte Kämpfe und Bombardierungen stattfanden.
    Da über Gemünden ein Großteil des Nachschubes für die Front im Bereich Aschaffenburg abgewickelt
    wurde, war dieser Verkehrsknotenpunkt am Main ein vorrangiges Ziel der US-Bomber und wurde auch von
    deutscher Seite erbittert verteidigt.
    Die Gedächtniskapelle ist der geistige Mittelpunkt der Anlage. Geschaffen aus blaßrotem Mainsandstein,
    befinden sich zur Strasse hin die fünf Kreuze, das Wahrzeichen des Volksbundes.
    Nach 14 Stufen befindet sich rechts das erhabene, steinernde Bild des heiligen Martinus.
    Darunter steht:
    Wo ihr auch ruhen möget, Brüder
    in östlicher Steppe, in Sumpf und Wald
    uns unerreichbar
    Vergessen seid ihr nicht!
    auch für Euch halten Wacht diese Kreuze

    In der Gedächtniskapelle befindet sich die aus Eichenholz gehauene Gestalt des heiligen Sebastianus,
    der am Marderpfahl gefesselt auf seinen Tod wartet. Der Ende des 3.Jahrhunderts von Kaiser Diokletian
    zum Tod verurteilte römische Offizier und Christ mahnt mit seinem Opfer die Menschen, die Welt durch
    Liebe zu verwandeln.

    Auf kleinen Steintafel stehen die Namen von den Gefallenen und Verstorbenen. Jedem wurde hier ein
    Einzelgrab gewährt.

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