Soldatenfriedhof "Am Glockenberg"-Coburg

Der Friedhof am Glockenberg ist die Begräbnisstätte der Stadt Coburg.
Nach dem deutsch-französischem Krieg 1870/71 wurde ein Teil des Gräberviertels 1a für die Gefallenen
dieses Krieges vorbehalten und ein entsprechender Gedenkstein gesetzt. Nach dem 1. Weltkrieg wurden
z.T. weitere aufgelassene Gräber des Westteils zum "Soldatenfriedhof" umgestaltet und 1925 mit einer
Steinskulptur besetzt und später auch für die Gefallenen und Ziviltoten des 2. Weltkrieges verwendet.

1874 wurde der zwei Jahre zuvor gegründeten israelischen Kultusgemeinde Coburgs gestattet, einen
eigenen Friedhofteil am Ende der Hauptallee zu betreiben, volkstümlich "Judenfriedhof" genannt.
200 Grabmäler sind dort noch erhalten, außerdem ist ein Gedenkstein für die im Nationalsozialismus
ermordeten Juden vorhanden.

Im benachbarten Bereich sind die in Coburg während des Zweiten Weltkrieges verstorbenen Zwangsarbeiter
aus Osteuropa bestattet.

Der Soldatenfriedhof am Glockenberg gilt als einer des am vorbildlichsten gestalteten Anlagen in Bayern.
In einem großen Rondell und auf zwei vorgelagerten Gräberfeldern sind die Gefallenen bestattet.
Im Jahre 1979 wurde der Friedhof erneuert - die verwitterten Holzkreuze wurden durch flache Steinblöcke
mit Namentafeln aus Metall ersetzt. Zu beiden Seiten des Mittelweges wurde je eine Kreuzgruppe aus
rauem Muschelkalk aufgestellt.
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